An den Gardasee fährt jeder, sein kleiner Bruder den Comer See im Westen kennen die wenigsten.
Freeride 04/2007

Adrena-linien

Am Abgrund Sentiero Del Viandante

Der Sentiero deI Viandante ist die zahme Alternative zum 71er vom Monte Fopp hinunter nach Varenna. Zur Einstimmung schlängelt sich der Pfad als Klischee-Singletrail durch eine Hochwiese. Kleine Sprünge und Anlieger würzen die Abfahrt, bis auch hier das Gelände steiler wird. Felsplatten und Steinfelder tauchen auf und drücken den Speed. Die ersten Schlüsselstellen lauern auf den Biker, wenn der Trail in den dichteren Wald taucht: verwinkelt, steil und verblockt geht es nach unten. Bei den dicken Felsbrocken freut man sich über ein potentes Fahrwerk. Das Motto: nicht zu langsam werden, schließlich braucht man den Impuls, um die Felsen und Stufen zu überrollen.

Der Sentiero deI Viandante ist die zahme Alternative zum 71er.

Der Flowfaktor schnellt in die Höhe, wenn der Pfad wieder aus der Falllinie biegt und als flüssiger Singletrail dem Berggrat folgt - mit imposanten Blicken hinunter zum See. Als Hohlweg unter einem dicken Laubdach geht's die restlichen Höhenmeter hinunter nach Varenna. Unser Tipp: die schöne Abfahrt bei einem schaumigen Cappu mit Blick auf dem See Revue passieren lassen und den Kitesurfern zuschauen, die in der Nachmittagsthermik rumdüsen. Dauer: 2 Stunden ohne Shuttle.

Trail

Man hat die Wahl: Shuttein oder selbst bergauftreten. Entscheidet man sich für zweiteres, muss man für den Uphill von Varenna an der östlichen Seeseite rauf in die kleine ortschaft Estino Lario zirka 40 Minuten rechnen. Doch es ist eine angenehme Asphaltstraße und daher nicht allzu kraftraubend. Nach dem Dorfbrunnen in Estino lario biegt man bei der ersten Möglichkeit rechts ab. Die kleine Teerstraße führt in einem weiten Bogen zu dem Weiler Ortanella. Falls man shuttelt, kann man das Auto hier zwischen den Bäumen parken. Dann kurbelt man auf der Teerstraße noch einige Meter bis zu einem Gehöft. Der Teerweg wird zum Schotterweg. Man hält sich rechts und fährt den Schotterweg, bis man zu einer Schranke kommt. Ab hier führt der Weg wieder leicht bergauf. Parkbänke tauchen auf und das rote Wegeschild des Sentiero dei Viandante. Der Trail biegt nach rechts unten und folgt der Bergflanke des Monte Fopp von zirka 1000 m ü.M. bis hinunter zum See. Die Höhenmeter werden flott abgebaut, dabei gibt es immer wieder imposante Blicke hinunter zum See. Der Pfad folgt dem Grat, mal ausgesetzt, dann wieder als Hohlweg, um nach zirka 700 hm bei Varenna ans Seeufer zu münden. Kartentipp: Kompass-Karte Nr. 91.

Diretissima: Der 71er

Eine kleine Warnung vorweg: Bei diesem Trail geht es richtig zur Sache. Der 71er ist einer der technisch anspruchsvollsten Trails, die wir am Corner See finden konnten und vergleichbar mit dem klassischen 601er am Gardasee. Gleich zu Beginn biegt der Trail in die Falllinie und schlängelt sich handtuchbreit den Berghang hinunter - manchmal als steiniger Hohlweg tief ins Gelände geschnitten.

Das Rumpel-di-Pumpel ist nicht jedermanns Sache, doch Fans von langsamen, technischen Trails kommen hier voll auf ihre Kosten.

Noch kann man das Gas stehen lassen, doch bald wird das Gelände schwieriger und erfordert einen gutes Auge für die Ideallinie. Es folgen einige Schlüsselstellen: steile, felsendurchsetzte, verblockte Rampen. Wer hier runter kommt, ohne den Fuß vom Pedal zu nehmen, der hat sein Bike im Griff. Das Rumpel-di-Pumpel ist nicht jedermanns Sache, doch Fans von langsamen, technischen Trails kommen hier voll auf ihre Kosten. Irgendwann wandelt sich der Pfad wieder in einen flowigen Singletrail, um im letzten Teil nochmal schwierig zu werden. Wir sind bei dem Gekurve ordentlich ins Schwitzen gekommen und stürzen uns in Lierna gleich in die erfrischenden Fluten des Corner Sees. Auf der See straße pedalieren wir dann relaxed zurück nach Varenna. Dauer: 2,5 Stunden (ohne Shuttle).

Trail

Schnell mit der Benzinkiste hochbrausen oder sich die Höhenmeter lieber selbst erkurbeln - die moralische Entscheidung muss man selbst treffen. Wir pedalierten die zirka 700 hm vom seeufer bei Varenna (Ostufer) hoch in die Ortschaft Estino lario. Im ort biegt man rechts ab, Richtung Guillo Ortanella. Um zum Ausgangspunkt des DownhilIs zu kommen, quert man den Grillplatz bergauf zwischen Monte Fopp und Monte Parolo und folgt dem Wegweiser 5entierio dei Viandante - auch bergauf. Bei einer Ansammlung von Parkbänken führt der weg links hoch in den Wald. Nach 1,5 km trifft man auf die Wegmarkierung Sentiero 71. Hier geht der Spaß los. Der Trail führt steil und verblockt in die Diretissima. Ab jetzt kann mit der Orientierung nichts mehr schief gehen. Irgendwann landet man wieder unten am see bei Lierna. Wer das Auto oben stehen hat, muss wohl oder übel King of the Road mimen und hochtrampen.

Der Seeblick-Trail: Refugio Menaggio

Schon von der Ferne leuchten die Felstürme des 1 736 Meter hohen Monte Grona in der Sonne. Das alpine Panorama entschädigt ftir den etwas mühsamen Uphill. Unten blitzt der See azurblau aus der Tiefe, blickt man in die entgegengesetzte Richtung stehen da die Klippen des Monte Grona wie ein Bollwerk aus Stein. Oben am Berghang klebt auf 1400 Metern das Refugio Menaggio - ein Ansporn, wenn man die Kiste mal wieder schieben muss, denn die Hütte ist im Sommer bewirtschaftet. Nach einer ausgiebigen Hütten-Jause hat man die Wahl: wieder auf der Anfahrtsstrecke runter. Das klingt etwas fad, ist es aber nicht. Denn der Trail bietet - mal abgesehen von den Seeblicken - viele spaßige Passagen.

Das alpine panorama . entschädigt ftir den etwas mühsamen Uphill.

Mal geht er als Singletrail am Hang entlang, mal bricht er ab und führt über Felsplatten steil bergab. Kleine Drops, Serpentinen, schnelle Geröllpassagen - der Trail steckt voller Highlights. Zweite Möglichkeit: Wer's richtig ruppig mag, wählt den direkten Web ins Tal. Unter der Hütte sticht der Pfad senkrecht nach Süden, hinunter nach Plesio. Um all die Switchbacks, steilen Rampen und fels durchsetzten Steilpassagen zu meistern, braucht man die nötige Portion Fahrtechnik und Überwindung. Viel Flow kommt in diesem Gelände nicht auf, daftir gibt's einen gratis Realitycheck, ob man seinen Bock im Griff hat. Dauer: 3 Stunden (ohne Shuttle)

Trail

Menaggio liegt am Westufer des lago di Corno. Mit der Fähre kann man prima hin oder her pendeln,je nachdem, wo man sein Basislager aufgeschlagen hat. In Serpentinen geht es steil bergauf nach Plesio und weiter nach Breglia, bis die Schotterstra8e aufhört. Die Shuttle·Freerider können hier ihr Auto parken. Auf dem wegeschild findet man schon das Refugio Menaggio angeschrieben. Viel zum Fahren kommt man auf diesem Uphillieider nicht, dazu ist das Gelände zu anspruchsvoll. Zirka 40 Minuten dauert es, bis man auf einem schmalen Trail die bewirtschaftete Hütte erreicht. Nun hat man zwei Optionen. Entweder über den Auffahrtsweg hinunter oder fahrtechnisch anspruchsvoller der Faliline folgend 800 hm hinunter nach Plesio. Die schwierige Variante beginnt direkt unterhalb der Hütte und führt unter dem lastenaufzug entlang ins Tal. Der Trail zweigt einmal links nach Breglia ab. Wer sich rechts hält, kann den DownhilI noch weiter fortsetzen bis ganz hinunter nach Plesio. Kartentipp: Swisstopo 1334 (1:25 000).

Der Flowige: Margo-Trail

Bequemer geht's kaum: rein in die Gondel und express nach oben. Auf dem Hochplateau frönen wir dem italienischen Lebenstil und schlürfen vor der Abfahrt eine Latte.

Das Gelände ist steil, doch der weiche Waldboden verträgt viel Speed.

Im Gegensatz zum Sentiero Val Grande verläuft dieser Trail komplett im Wald. Hohe Farnbüsche verleihen ihm Northshore-Ambiente.  Das Gelände ist steil, doch der weiche Waldboden verträgt viel Speed. Nur die Spitzkehren erfordern präzise Lenkbewegungen, sonst wird's hakelig. Das Gelände wird zunehmend technisch. Bemooste Felsplatten, verblockte Passagen und Steinbrocken - ganz einfach ist das Terrain hier nicht. Doch die schwierigen Passagen können leicht umtragen werden, anders als in den endlosen Steinfeldern des Sentiero 71.  Weiter unten am Hang wird der Trail wieder zahmer . Man quert ein ausgetrocknetes Bachbett, um unmittelbar bei der Gondelstation wieder zurück nach Margno zu kommen. Dauer: 45 Minuten

Trail

Ausgangspunkt der Tour ist die kleine Ortschaft Margno mit ihrer Gondelstation. Margno erreicht man über Bellano an der östlichen Seeseite. 6,50 Euro bezahlen und schon gondeln Mensch und Rad bequem hoch zum Pian delle Betulle. Man schlägt die Richtung links zum Sessellift ein und fährt bergab, bis man auf das Sträßchen Via Pineta stößt. Oieser Straße folgt man, bis die Häuser aufhören, und biegt 70 Meter weiter rechts In den Wald auf einen Schotterweg. Der Weg zackt bergab. Wenn er wieder Richtung Gondelstation führt und man die ersten Häuser sieht, hält man sich rechts. Hier beginnt der Singletrail steil ins Tal. Man sollte nach der blauen Markierung am Baum Ausschau halten. Sieht man die, liegt man richtig und kann dann links dem Singletrail folgen. Ab jetzt kann nichts mehr schief gehen und man kommt direkt wieder bei der Gondelstation in Margno raus. Kartentipp: Kompass-Karte Nr. 91.

Der Steile: Val Grande

Alle Shuttle-Fans können sich freuen und nach Wunsch auch schwerere Bike-Kaliber an den Start rollen.

Schwuppdiwupp und schon ist man oben: Die Gondel macht's möglich. Alle Shuttle Fans können sich freuen und nach Wunsch auch schwerere Bike-Kaliber an den Start rollen. Die Protektoren kann man noch verzurrt lassen, denn der Trail fuhrt über eine Schotterstraße noch einige Meter bergauf. Bei einem Bauernhof beginnt der Downhill. Hier stehen einige Mäuerchen - perfekt, um ein bisschen rum zu drodroppen, denn auf dem Trail selbst gibt es leider nur wenige Sprung-Optionen. Steil kippt der Trail über Wiesen und durch Farne nach unten, um im hellen Laubwald zu verschwinden. Schnelle Kurven, Stufen, Wurzelfelder - der Trail verträgt viel Speed, denn wirklich technisch wird es nicht. Mit Schwung geht's über eine alte Steinbrücke, die signalisiert: Leider ist der Spaß gleich vorbei. Vom Ort Vegno aus muss man wieder bisschen hochtreten, um zur Gondel zurückzukommen. Oder man scheppert nach der Steinbrücke weiter bergab und kann den Spaß noch etwas länger genießen, doch danach muss man von Bindo viel mehr Höhenmeter wieder zurück nach Margno kurbeln. Dauer: 1 Stunde.

Trail

Von der östlichen 5eeseite fährt man bei Bellano hoch in die Berge nach Margno. Von hier aus geht die Gondel für 6,50 Euro hoch aufs Hochplateau Pian delle Betulle. Tipp: vor der Abfahrt einen Cappu mit Blick ins Tal genießen. Man quert eine Wiese bergauf und biegt rechts auf den Schotterweg in den Wald Richtung Rifugio S. Rita. Der Weg führt am Hang entlang und durch Gehöfte hindurch. Nach 1,8 km (1529 hm) beginnt der DownhilI am Bauernhof Alpe d'Oro. Von hier geht es in die Falllinie über eine Wiese (immer den roten pfeilen nach). Aufpassen: Nach 3,4 km biegt der Pfad rechts bei einem Marienstock in den Wald. Bei km 3,7 hält man sich links auf dem Schotterweg. Es geht leicht bergauf, dann wieder in Kehren bergab. Achtung: Direkt in einer Linkskehre bei km 5,15 (1006 hm) geht es in den Wald auf einen zerfallenen Steinweg. Nachdem man eine alte Brücke im Wald passiert hat, biegt der weg bergauf den Hang entlang nach vegno. Jetzt muss man nur noch ein kleines Stück bergauf zur Gondel kurbeln. Alternative: Weiter runter ins Val Sassina bis nach Bindo.

14 comments

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